Ein paar Rezept-Ideen für gerettetes Gemüse

Rezept 1: Möhren Nuss Aufstrich

2 mittelgroße Möhren (ca. 250 g)
1 mittelgroße Zwiebel
1 Knoblauchzehe
15 g Ingwer, frisch
80 g Kokosmilch, ungesüßt
Gewürze: Salz, evtl. scharfe Paprika
50 g Nüsse oder Hanfsamen
Öl zum Braten

Der Aufstrich ist fruchtig, gleichzeitig etwas scharf. Zwiebel und Möhren klein schneiden und in Öl braten bis alles weich ist. Den Ingwer hineinraspeln und den kleingeschnittenen Knoblauch dazugeben, vermengen und kurz mitgaren. Mit der Kokosmilch ablöschen und weiter garen lassen bis ein Teil der Flüssigkeit reduziert ist. Würzen und abschmecken.
In ein hohes Schraubglas umfüllen und so pürieren, dass die Masse noch leicht stückig ist. Nüsse/Hanfsamen hinzufügen. Fertig!

Rezept 2: Petersilienpesto

1 Bund Petersilie, gewaschen & abgetrocknet
ca. 80 g Mandeln, grob gehackt (oder andere Nüsse)
3 TL Salz
ca. 250 ml Öl

Die gewaschene Petersilie großzügig von den Stängeln befreien. Zusammen mit den Mandeln und dem Salz in eine Küchenmaschine geben. Zerkleinern, ohne dass die Masse zu Mus wird.
Die Masse in ein Glas überführen, mit dem Öl auffüllen und das Öl so einrühren, dass es sich überall verteilt. Es kann verfeinert werden mit z.B. etwas Zitronensäure und zerdrücktem Knoblauch. Für die Haltbarkeit ist es notwendig, dass das Pesto vollständig von Öl bedeckt ist. Passt zu Nudeln, Hauptgerichten, Suppe, Brot, Tomaten, Salat, …

Rezept 3: Rote Bete Aufstrich

1 (fermentierte) rote Bete

½ Zwiebel

1 Apfel

Öl

Etwas Zitronensaft oder Essig

Salz & Pfeffer

Evtl. 3 TL Leinsamenmehl oder Flohsamenschalen

Rote Bete und Zwiebel schälen. Diese und den Apfel sehr fein raspeln oder in der Küchenmaschine hacken. Mit dem Öl, Zitronensaft/Essig und Gewürzen nach Geschmack vermischen. Evtl. zu einer Paste andicken mit Leinsamenmehl oder Flohsamenschalen. Alles min. 24 Stunden im Kühlschrank durchziehen lassen.

Rezept 4: Methode zur Haltbarmachung: Gemüse fermentieren

  1. Methode (z.B. rote Bete oder anderes Wurzelgemüse, Weißkohl, Rotkohl, Kimchi)

Ca. 500 g Gemüse, roh, frisch

10 g Salz (2 % des Gemüsegewichts)

Evtl. Gewürze

Weck-Glas mit Gummiring und Klammern

Beschwergewicht

Das Gemüse schälen und fein raspeln/hobeln. Mit dem Salz (und den Gewürzen) mischen und mit den Händen sorgfältig kneten bis Flüssigkeit austritt und das Gemüse weicher wird. Dann wird die Bete in passende Weck-Gläser gefüllt und mit den Händen fest hineingedrückt. Idealerweise soll die feste Masse vom Gemüsesaft bedeckt sein. (Nötigenfalls ein bisschen abgekochtes und abgekühltes Wasser hinzufügen, muss aber nicht sein).

Oben sollte ein Beschwergewicht dafür sorgen, dass keine festen Stückchen oben schwimmen, die schimmeln könnten. Die Weck-Gläser luftdicht verschließen und mindestens 2 Monate fermentieren lassen ohne sie zu öffnen. Zwischendurch kann Flüssigkeit austreten, das ist ein Zeichen dafür, dass die Fermentation in Gang ist. Bitte entsprechende Unterlage wählen.

  • Methode (z.B. für Möhren, Sellerie, Kürbis, Kohlrabi etc.)

Bei dieser Methode wird das Gemüse in Streifen oder 2 cm große Stücke geschnitten. Diese werden eng (evtl. mit Gewürzen) in die Weck-Gläser gegeben. Wasser wird abgekocht, mit 2 % Salz relativ zur Wassermenge gemischt (20 g auf 1 Liter) und abkühlen gelassen. Das Gemüse wird mit Wasser aufgefüllt bis es bedeckt ist. Das Weck-Glas wird luftdicht verschlossen wie bei der 1. Methode.